ESTA-Antrag aktualisiert

Weitere Umsetzung der VWP-Verschärfungen

ESTA-Antrag mit zusätzlicher Länder-Abfrage ESTA-Antrag mit zusätzlicher Länder-Abfrage
03-04-2016

Wir haben Sie in den letzten Wochen über die Veränderungen im Zuge der Implementierung des neuen "Visa Waiver Program Improvement and Terrorist Travel Prevention Act of 2015" informiert. Das neue Gesetz schließt bestimmte Personenkreise von der visumfreien Einreise in die Vereinigten Staaten aus. Nun wurde wie angekündigt der ESTA-Antrag aktualisiert.

Wie berichtet gelten aktuell folgende Einschränkungen für das Programm für visumfreies Reisen in die USA mit ESTA (Visa Waiver Program, VWP):

  1. Personen, sich ab dem 1. März 2011 im Irak, Iran, Jemen, Libyen, Somalia, Sudan oder Syrien aufgehalten haben, können nicht mehr visumfrei in die USA reisen. Ausnahmen für Diplomaten und Militärs sind vorgesehen. Bereits bestehende, noch gültige ESTA-Genehmigungen können nicht mehr genutzt werden.
  2. Personen, die neben der VWP-Staatsangehörigkeit auch über eine weitere (doppelte) Staatsangehörigkeit für den Irak, Iran, Sudan oder Syrien verfügen, können nicht mehr visumfrei in die USA reisen. Bereits bestehende, noch gültige ESTA-Genehmigungen für diesen Personenkreis wurden ab dem 21.01.2016 widerrufen bzw. für ungültig erklärt. Doppelstaatsbürger mit jemenitischer, libyscher oder somalischer Staatsangehörigkeit sind hiervon bis dato nicht betroffen.

aktualisierter ESTA-Antrag

Die US-Behörden haben im Zusammenhang mit den neuen Regelungen angekündigt, den ESTA-Antrag zu aktualisieren. Bis dato mussten ESTA-Antragsteller lediglich weitere Staatsangehörigkeiten im ESTA-Antrag angeben.
Ab sofort taucht im ESTA-Antrag eine zusätzliche Frage auf, welche Einreisen in die Länder Irak, Iran, Sudan und/oder Syrien ab dem 1. März 2011 erfasst. Der USA-Reisende muss an dieser Stelle des ESTA-Antrags angeben, ob er ab dem 01.03.2011 in jene vier Länder eingereist ist. Insofern diese Frage mit "Ja" beantwortet wird, müssen weitere Angaben getätigt werden: So müssen beispielsweise Reisezeitraum und Aufenthaltszweck für Aufenhalte im Irak, Iran, Syrien und/oder Sudan angegeben werden. Je nach Aufenthaltsgrund werden im Anschluss weitere Angaben notwendig (z. B. zum jeweiligen Visum, Unternehmen, Tätigkeit, früheren US-Visa etc.).

HandlungsEmpfehlungen

  • Wenn im ESTA-Antrag Angaben zu Einreisen in die oben genannten "problematischen" Länder bzw. zu "problematischen" Doppelstaatsbürgerschaften getätigt werden, wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Visumablehnung führen. Eine Visumbeantragung ist dann zwingend erforderlich.
  • Sollte eine ESTA-Genehmigung trotz der Angabe zu "problematischen" Doppelstaatsbürgerschaften und/oder früheren Einreisen in besagte Länder erteilt werden, empfehlen wir dringend, den ESTA-Antrag mit allen getätigten Angaben ausgedruckt an der Grenze bei sich zu führen und ggf. weitere Belege bereitzuhalten.
  • Im Hinblick auf die früheren Einreisen in die für die US-Behörden "problematischen" Länder ist im neuen ESTA-Antrag insbesondere eine genaue Angabe hinsichtlich des Aufenthaltszwecks notwendig. Es ist derzeit noch nicht klar, ob zukünftig damit angekündigte Ausnahmeregelungen ("Waiver") umgesetzt werden und damit eine Art Einzelfallprüfung ermöglicht wird. Wir halten Sie diesbezüglich auf dem Laufenden.
  • Obgleich sich im aktuellen ESTA-Antrag keine Abfrage zu früheren Einreisen in den Jemen, nach Libyen oder Somalia findet, raten wir betroffenen VWP-Reisenden ein B-1/B-2 Visum zu beantragen. Diese erst kürzlich eingeführten VWP-Einschränkungen für Personen mit Aufenthalten im Jemen, in Libyen oder Somalia sollten Sie jedoch auch ohne explizite Abfrage im ESTA-Antrag unbedingt einhalten. Im Übrigen haben die US-Behörden die Abfrage zu diesen drei neueren "problematischen" Ländern bereits avisiert und werden sie vermutlich zeitnah umsetzen. Um Probleme bei der Einreise in die USA zu vermeiden, empfiehlt sich daher dringend bereits jetzt die Beantragung eines Visums.

Wir unterstützen Sie schnell und insbesondere zuverlässig bei der Beantragung eines B-Visums. Auf Wunsch senden wir Ihnen umgehend ein unverbindliches Angebot zur Visumabwicklung.

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Wenn Sie Fragen zur visumfreien Einreise mit ESTA haben, können Sie unter dem ESTA-Infodienst mit unseren Visa-Beratern sprechen:

ESTA-INFODIENST (MO-FR 10-16 H)

0900-1-46 37 82*

* 1,99€/min aus dem dt. Festnetz / Mobilfunk abweichend

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