Neue ESTA-Änderungen

Weitere Länder von visumfreier Einreise ausgeschlossen

Neue VWP-Ausschlussländer: Jemen, Libyen, Somalia Neue VWP-Ausschlussländer: Jemen, Libyen, Somalia
22-02-2016

Wie mehrfach berichtet haben die US-Behörden begonnen die neuen Regelungen zum "Visa Waiver Program Improvement and Terrorist Travel Prevention Act of 2015" umzusetzen. Im Zuge dessen sind bestimmte Personenkreise von der visumfreien Einreise in die USA ausgeschlossen. Mit sofortiger Wirkung wurden weitere Restriktionen für die visumfreie Einreise mit ESTA eingeführt.

Ende Januar 2016 haben die US-Behörden mit der Umsetzung der ESTA-Verschärfungen begonnen. Seitdem sind Personen vom Visa Waiver Program (VWP) ausgeschlossen, die sich ab dem 1. März 2011 im Irak, Iran, in Syrien oder Sudan aufgehalten haben oder neben der VWP-Staatsangehörigkeit über eine (doppelte) irakische, iranische, sudanesische oder syrische Staatsangehörigkeit verfügen. Erweitert wurde diese Länderliste nun ab sofort um:

  • Jemen
  • Libyen
  • Somalia

bedeutunG der aktuellen VWP-Änderungen

Ab sofort dürfen alle Personen, die sich ab dem 1. März 2011 in dem Jemen, in Libyen oder Somalia aufgehalten haben, die visumfreie Einreise in die USA nicht mehr nutzen – zusätzlich zu Reisenden nach Iran, Irak, Syrien, Sudan seit diesem Datum. Noch gültige ESTA-Genehmigungen verlieren ihre Gültigkeit.

Aber: Personen, die über eine doppelte Staatsbürgerschaft mit dem Jemen, Libyen oder Somalia verfügen, können weiterhin visumfrei in die USA reisen, vorausgesetzt, sie haben den Irak, Iran, Sudan, Syrien, Libyen, Somalia oder Jemen nicht ab dem 1. März 2011 bereist.

Bitte beachten Sie, dass Personen, die von den Regelungen betroffen sind, nicht automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung über den Widerruf ihrer ESTA-Genehmigung erhalten. Nichtsdestotrotz verliert die bisher rechtskräftige ESTA-Genehmigung ihre Gültigkeit.

Was können betroffene Personen tun?

Personen, die von den neuen ESTA-Regelungen betroffen sind, benötigen zwingend ein Visum für die USA: Geschäftsreisende ein B-1 Visum, Touristen ein B-2 VisumDie Beantragung der Visumkombination B-1/B-2, die gleich beide Reisezwecke zukünftig abdeckt, erscheint in diesem Zusammenhang sinnvoll.

Zudem empfehlen wir, dass auch USA-Reisende, die nicht unmittelbar von den neuen Regelungen betroffen sind, ihren ESTA-Antrag zur Sicherheit vor Reiseantritt auf Gültigkeit prüfen.

Eine Anpassung des ESTA-Formulars haben die US-Behörden für Frühjahr 2016 avisiert. Wie diese genau aussehen wird, bleibt abzuwarten.


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