US-Behörde ICE will Überprüfungen von US-Unternehmen vervierfachen

Bild vom Trump Tower in den USA US-Arbeitgeber müssen sich auf mehr Inspektionen einstellen
11-06-2017

Der US-amerikanische Einwanderungs- und Zollermittlungsdienst (U.S. Immigration and Customs Enforcement - ICE) hat mitgeteilt, die Überprüfungen von US-Unternehmen in Bezug auf die illegale Beschäftigung von Einwanderern oder deren Bevorzugung bei der Einstellung gegenüber amerikanischen Staatsbürgern zu vervierfachen. 

 

Verschärfte Firmenüberprüfung von US-Arbeitgebern

Es ist keine große Überraschung für amerikanische Unternehmen, dass unter der Trump-Regierung die Kontrollen hinsichtlich illegaler Beschäftigung von Einwanderern drastisch verschärft werden. Ziel ist es, eine Diskriminierung von US-Arbeitnehmern hinsichtlich der günstigeren ausländischen Arbeiter zu unterbinden.

Amerikanische Arbeitgeber sollten sich demzufolge ab sofort auf verstärkte Inspektionen am Arbeitsplatz einstellen. Des Weiteren werden US-Firmen mit vermehrten Strafverfolgungen rechnen müssen, wenn sie Personal einstellen, welches sich nicht legal in den USA aufhält und über über keine Arbeitsgenehmigung verfügt.

I-9 Formular: Vorliegen der "Employment Eligibility Verification"

Eines der Dokumente, welches bei der Firmenüberprüfung am Arbeitsplatz eine entscheidende Rolle spielt, ist das Formular I-9. Darin werden wichtige Informationen zur Identität und Arbeitsberechtigung des Arbeitnehmers abfragt. Aus diesem Grund sollten US-Firmen ab sofort umso genauer auf das korrekte und vollständige Ausfüllen des im Juli 2017 erneuerten I-9 Formulars achten.

Sollte bei einer Kontrolle kein aktuelles I-9 Formular inklusive Nachweis über einen legalen Status des Arbeitnehmers vorliegen, kann es zu Festnahmen und Ausweisung des Mitarbeiters führen. Firmen, die das I-9 nicht korrekt bzw. unvollständig ausfüllen, müssen ebenso mit Strafen rechnen.

Das US-Justizministerium und das US-Außenministerium haben außerdem bekanntgegeben, beim Thema illegale Beschäftigung näher zusammenzuarbeiten. Um zukünftige Ermittlungen zu erleichtern, wird das US-Außenministerium dem US-Justizministerium deshalb Visa-Unterlagen zukommen lassen.

Unser Tipp für amerikanische Arbeitgeber

Stellen Sie sicher, dass für jeden US-Arbeitnehmer ein korrekt ausgefülltes I-9 Formular nebst Nachweisen zum

  • legalen Status,
  • Organisationsdiagramm,
  • Gehaltsabrechnungen,
  • steuerliche Anmeldungen, etc.

vorliegen. Darüber hinaus ist es angebracht, diese Informationen bei einem zentralen Ansprechpartner in der Firma zu hinterlegen, der auf Anfrage sofort Informationen über das Unternehmen und den Mitarbeiter parat hat.


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