Entsendung USA

Wie Sie Mitarbeiter erfolgreich ins Ausland entsenden

Immer mehr ausländische Firmen sind auf dem US-Markt präsent, weshalb auch die Entsendung von Mitarbeitern in die USA in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Personalabteilungen, die für Mitarbeitersendungen in die USA verantwortlich sind, müssen sich jedoch schwierigen Herausforderungen stellen. Wir helfen Ihnen dabei, dass die Entsendung in die USA zum Erfolg wird – vereinbaren Sie jetzt eine unverbindliche Beratung mit unseren Visa-Experten.

 

Grundlegendes zur Mitarbeiterentsendung USA

Ziel einer Mitarbeiterentsendung ins Ausland ist es, dass das nötige Know-how vor Ort von ausländischen Mitarbeitern vermittelt und angewandt wird. von einer Entsendung in die USA wird meist ab einer Dauer von drei Monaten gesprochen. Eine Entsendung von Arbeitnehmern in die USA dauert in der Regel sogar mehrere Jahre. Im Schnitt verbringen Expatriates drei Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika, um vor Ort für ihren Arbeitgeber tätig zu sein.

Der Begriff Versetzung ins Ausland wird hingegen verwendet, wenn der Mitarbeiter länger als fünf Jahre in den Vereinigten Staaten arbeitet.

Erfolgsfaktoren bei der Entsendung von Mitarbeitern

Bei einer Entsendung in die USA ist die Auswahl des Mitarbeiters von großer Bedeutung. Entsendungen von Mitarbeitern werden abgebrochen bzw. haben nicht den erhofften Nutzen für Arbeitgeber, wenn der Mitarbeiter die speziell im Ausland an ihn gestellten Anforderungen nicht erfüllen und sich in der fremden Umgebung nicht anpassen kann.

Auch ist es von großer Bedeutung, dass die Familie des Mitarbeiters ins Boot geholt wird. Wenn Ehepartner bzw. Kinder Anpassungsprobleme haben oder mit falschen Erwartungen in die USA gehen, hat das oftmals negative Auswirkungen auf die Entsendung von Mitarbeitern. Einer der Hauptgründe, warum eine Entsendung ins Ausland vorzeitig abgebrochen wird, liegt in der Familie des Mitarbeiters.

Unternehmen entsenden Mitarbeiter für eine bestimmte Zeit in die USA

Entsendungen in die USA sind sehr beliebt

 

Tipps zur Personalauswahl

Wenn ein Mitarbeiter zu einem US-Standort entsandt werden soll, sind nicht nur firmeninterne Aspekte ausschlaggebend. Gerade bei der Vorauswahl kann es dem verantwortlichen Personaler schwer fallen, eine Entscheidung zu treffen. Die Berechtigung oder Eignung für den Erhalt eines Arbeitsvisums ergibt sich nämlich nicht allein aus dem Bedarf der Firma.

Das Online-Magazin "Personnel Today" hat einen kurzen Leitfaden erstellt, der eine erste Entscheidung unterstützen kann. Das englische Akronym "COPE" (etwa: etwas schaffen, meistern) wird hier als Orientierung genannt und steht für die folgenden ersten Kriterien, die u. a. für den Erhalt eines US-Arbeitsvisums entscheidend sind:

Kriterien für die Mitarbeiterauswahl 
1.
Criminal and prior immigration history
2.
Occupation
3.
Previous experience
4.
Education


Nicht alle Kriterien sind mit der gleichen Wichtigkeit zu betrachten, dennoch spielen sie alle eine Rolle für den Erhalt des Visums.

  1. Criminal and prior immigration history
    Eine etwaige kriminelle Vorgeschichte und frühere Visumablehnungen können den Antragsprozess erheblich erschweren oder schlimmstenfalls zu einer erneuten Visumablehnung führen. Hier gilt es natürlich immer, den Einzelfall zu betrachten, denn Art und Schwere des Vergehens werden unterschiedlich gewertet.
  2. Occupation
    Hierunter wird die Stelle, die der Mitarbeiter innehat, verstanden. Je höher und qualifizierter die Stelle angesiedelt ist, desto besser stehen die Chancen. Für ein E-Visum oder L-Visum muss der Mitarbeiter sich beispielsweise als Manager, Specialist oder Executive qualifizieren.
  3. Previous experience
    Die bisherige Erfahrung innerhalb eines Unternehmens zielt ebenfalls vorrangig auf die Qualifikation ab. Mit einer längeren Firmenzugehörigkeit kann oftmals von tieferem Firmen- bzw. Spezialwissen ausgegangen werden, welches im Gegenzug für einige Visumkategorien unabdingbar ist. Zum Teil wird eine bestimmte Dauer der Firmenzugehörigkeit bei der Beantragung eines Visums vorausgesetzt.
  4. Education
    Nicht zuletzt fällt selbstverständlich die Ausbildung ins Gewicht. Je nach Visumkategorie kommen verschiedene Kriterien zum Tragen. Hier ist neben der Art des Abschlusses auch die jeweilige Fachrichtung entscheidend.

Wir empfehlen zusätzlich dazu noch auf drei weitere Faktoren zu achten, die ebenfalls Einfluss auf den Erfolg einer Mitarbeiterentsendung haben können:

  1. Charakteristika: Ist der Mitarbeiter selbständig, flexibel und offen genug, um sich in der neuen Umgebung zurecht zu finden?
  2. Familiensituation: Hat der Mitarbeiter familiäre Verpflichtungen, die ihn von einer Entsendung in die USA abhalten könnten? Welche Familienangehörigen würden mit in die USA ziehen?
  3. Gesundheitliche Situation: Hat der Mitarbeiter Krankheiten oder gesundheitliche Konditionen, die sich durch die Entsendung verschlechtern würden oder zu hohen zusätzlichen Kosten führen würden?

Tipp: Vor einer langjährigen Entsendung in die USA sollte der Mitarbeiter mit seiner Familie, falls diese mit ins Ausland gehen soll, den zukünftigen Wohnort und den Arbeitsplatz besuchen und kennenlernen.

Weiterhin sollte vor jeder Entsendung das zukünftige Aufgabengebiet genau definiert werden. Sowohl die erforderlichen Qualifikationen, als auch die Zielsetzung der Entsendung sollte möglichst genau festgelegt werden.

Selbstverständlich beraten wir Sie gerne, wenn es darum geht, die passende Visumkategorie zu finden und die entsprechende Qualifizierung Ihrer Mitarbeiter zu prüfen.

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Bild von einem entsendeten Mitarbeiter in den USA 

Arbeitsrechtliche und steuerliche Aspekte bei der Entsendung in die USA

Arbeitsrechtlich gibt es bei einer Entsendung folgende Möglichkeiten:

  1. Bei einer Entsendung in die USA wird typischerweise der Mitarbeiter vom ausländischen Mutter- oder Tochterunternehmen aus entsandt. Dabei kann das Mutter- oder Tochterunternehmen auch weiterhin für Lohnzahlungen aufkommen und der Arbeitsvertrag bleibt bestehen. 
  2. Die andere Möglichkeit ist, dass der z. B. deutsche Vertrag ruht oder aufgehoben wird und der Mitarbeiter direkt mit dem Unternehmen in den USA einen Arbeitsvertrag abschließt. Wie auch immer das Unternehmen sich entscheidet, es müssen dabei auch immer rechtliche und steuerliche Aspekte in Betracht gezogen werden.

Wie auch immer das Unternehmen sich entscheidet, es müssen dabei auch immer rechtliche und steuerliche Aspekte in Betracht gezogen werden.

Besonderheiten für deutsche Unternehmen

Bereits im Vorfeld geklärt werden, ob der Mitarbeiter auch weiterhin in Deutschland steuerpflichtig ist. Normalerweise besteht die Steuerpflicht für den Mitarbeiter nämlich nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. Im Doppelbesteuerungsabkommen, welches zwischen Deutschland und den USA abgeschlossen wurde, ist dies genau geregelt.

 

Welches Visum kommt bei der Entsendung von Mitarbeitern in die USA infrage?

Die Wahl des richtigen Visums ist bei Mitarbeiterentsendungen ebenfalls von großer Bedeutung. Da es bei einer Entsendung in die USA darum geht, dass Mitarbeiter in den USA arbeiten, ist immer die Beantragung eines Arbeitsvisums erforderlich. 

Typischerweise kommt für eine Entsendung von Mitarbeitern das L-Visum in Betracht. Allerdings sollten Unternehmen aufgrund der vergleichsweise unkomplizierten Beantragung prüfen, ob das E-Visum eine Alternative sein kann. Ist das Unternehmen in den USA beispielsweise mehrheitlich in deutschem Besitz, können Expatriates deutscher Staatsangehörigkeit in einem sehr vereinfachten Verfahren an den US-Standort entsendet bzw. dort eingesetzt werden.
In manchen Fällen bietet sich auch das H-1B Visum an. Das H-1B Visum erfährt allerdings große Einschränkungen durch eine jährliche Kontingentierung.

Auf keinen Fall kann eine Entsendung in die USA durch ein B-Visum oder das Visa Waiver Program abgedeckt werden.

Welches das richtige Visum in Ihrem Fall ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Diese können beispielsweise sein:

  • Dauer der Entsendung
  • Qualifikation des Mitarbeiters
  • Zukünftige Aufgaben des Mitarbeiters in den USA
  • Staatsangehörigkeit des Mitarbeiters und des Unter nehmens
  • Dauer der Unternehmenszugehörigkeit sowie die vertragliche Bindung zum Unternehmen
  • Größe und Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens
  • Anzahl der zu entsendenden Mitarbeiter

Gerne stehen wir Ihnen bei der Entsendung in die USA unterstützend zur Seite.
Kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot.

Bild von einem Expat in den USA

Welches Visum bei Entsendung in die USA?


Entsendung in die USA mit der Familie

Eine Arbeitsaufnahme in den USA bringt für die meisten Angestellten bereits im Vorfeld eine Vielzahl von privaten Herausforderungen und Fragen mit sich. Die Beantragung des passenden Arbeitsvisums kann der Angestellte meist an Dritte abgeben. Doch wenn der Mitarbeiter seine Familie mitnehmen möchte, wird für alle Familienmitglieder eine Visumbeantragung notwendig.

Generell gilt: Angehörige von Arbeitsvisuminhabern sind berechtigt, ein sogenanntes abgeleitetes Visum zu beantragen, das in den meisten Fällen sogar die gleiche Gültigkeitsdauer hat. Konkret heißt das für Ehepartner des Hauptantragstellers und deren unverheiratete Kinder unter 21 Jahren, dass sie ein Visum beantragen, welches gebunden an das Arbeitsvisum ausgestellt wird.

Sonderfall Stiefkinder

Doch wie verhält es sich eigentlich mit Stiefkindern? Wenn also ein Ehepartner ein Kind mit in die Ehe gebracht hat, welches aus einer früheren Beziehung stammt.

Laut US-Einwanderungs- und Nationalitätsgesetz (Immigration and Nationality Act, INA) Art. 101 (b) fällt ein Stiefkind ebenfalls unter den Status eines Kindes, das berechtigt ist, ein abgeleitetes Visum zu erhalten. Voraussetzung ist, dass die Ehe der Eltern zu einem Zeitpunkt geschlossen wurde, an dem das Stiefkind noch nicht 18 Jahre alt war.

Ein abgeleitetes Visum kann demnach genauso für Stiefkinder beantragt werden, auch wenn der Hauptantragsteller kein leibliches Elternteil ist.

Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl der richtigen Visumkategorie für Mitarbeiter und mitreisende Familienangehörige.

Entsendung mit Familie

Kostenübernahme

Bei einer Entsendung in die USA kommen auf den Mitarbeiter teilweise erhebliche Kosten zu. Um den Umzug reizvoller zu gestalten, übernehmen viele Unternehmen einen großen Teil dieser Mehraufwände. Dies muss vorher hinreichend mit dem Mitarbeiter geklärt und anschließend schriftlich festgehalten werden.

Potentielle Kostenübernahmen oder Zuschüsse können beispielsweise an diesen Stellen erfolgen:

  • Mietausgaben
  • Umzugskosten, z.B. Containersendung
  • Möbelkauf
  • Schul- oder Kinderbetreuungsplätze
  • Aufwandspauschale für höhere Lebenshaltungskosten
  • Regelmäßige Heimatflüge
  • Sprachkurse
  • Firmenfahrzeug

 

Integration in den USA

Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Mitarbeiterentsendung in die USA ist die Integration in den USA. Fühlt sich der Mitarbeiter hier nicht wohl oder wird er nicht hinreichend integriert, kommt es nicht selten zu einem Scheitern der Entsendung.

Folgende Punkte können daher bei der Integration hilfreich sein:

  • Hilfe bei der Wohnungssuche und beim Umzug
  • Sprachkurse
  • Interkulturelle Kurse
  • Kennenlerntreffen mit den zukünftigen Kollegen
  • Ausführliche Einarbeitung in die neuen Unternehmens- und Arbeitsstrukturen
  • Jobsuche für den Ehepartner
  • Schulsuche für die Kinder

Tipp: Es bietet sich an, dem Mitarbeiter eine Art Mentor oder Relocation Partner zur Seite zu stellen. Dieser kann ihm dabei helfen, sich in der neuen Heimat, sowohl beruflich als auch privat, zurecht zu finden.

Mitarbeiterentsendung USA 

Reintegration nach der Zurückführung

Damit die zeitlich befristete Entsendung des Mitarbeiters erfolgreich abgeschlossen werden kann, muss auch die Reintegration in der Heimat genügend vorbereitet sein. Hierzu zählen unter anderem:

  • Die ordnungsgemäße Übergabe oder der Abschluss der Aufgaben in den USA.
  • Die Organisation und ggf. Kostenübernahme des Umzugs.
  • Ein neuer Arbeitsplatz im Heimatunternehmen muss gefunden werden, der auch zu den neuen Qualifikationen und Erfahrungen des Mitarbeiters passt. Vereinbarungen, wie z.B. Gehalt oder Urlaubstage, sollten ebenfalls angepasst werden.
  • Nachbereitung: Wurde das vorab festgelegte Ziel der Entsendung erreicht? Welche positiven, als auch negativen Erfahrungen können für zukünftige Entsendungen mitgenommen werden?

Ihre Hilfe bei der Entsendung

Wir unterstützen Sie gerne bei der Entsendung Ihrer Arbeitnehmer in die USA. Kontaktieren Sie uns noch heute für eine unverbindliche Beratung!

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