B-1/B-2 Visum

Erhalten Sie Antworten auf typische Fragen zum Thema Visum USA

Was ist der Unterschied zwischen einem B-1 und B-2 Visum?

Beim B-Status wird zwischen Geschäftsreise (B-1) und touristischem Aufenthalt (B-2) unterschieden. Eine geschäftliche Reise dient dazu, die Handels- oder Berufsinteressen im Ausland zu fördern, schließt aber eine Arbeitsaufnahme oder Bezahlung in den USA aus. Es ist wichtig zu betonen, dass das B-1 Visum kein Arbeitsvisum darstellt. Typische Einreisegründe unter B-1 Status sind z. B. Meetings, Konferenzen, Messebesuche, After-Sales Service in Form von Montagearbeiten, Installationen etc. oder Firmengründungen, Vertragsverhandlungen, Kundenbetreuung usw.
Es kann im Einzelfall für Reisende schwierig sein festzustellen, ob die Einreise noch im Rahmen des Visa Waiver Program stattfinden kann oder ob bereits ein B-1 Visum bzw. sogar ein Arbeitsvisum beantragt werden muss. Bitte beachten Sie, dass eine solche Einschätzung individuell anhand von Einreisefrequenz, Staatsangehörigkeit, Alter, Firmenzugehörigkeit, Einreisezweck etc. erörtert werden muss. Selbstverständlich beraten wir Sie gerne, welches Visum infrage kommt, und übernehmen auf Wunsch die komplette Abwicklung!

Unsere Serviceleistungen

 


Personen, die eine kurze Reise in die USA zu touristischen bzw. privaten Zwecken unternehmen möchten, erhalten auf Antrag ein B-2 Visum. Dies betrifft vorrangig den klassischen touristischen Urlaub, Verwandtschaftsbesuche oder aber auch medizinische Aufenthalte. Unter B-2 Status dürfen Sie keiner Arbeit, keinem Praktikum oder Studium nachgehen. Jede Visumkategorie lässt nur einen bestimmten Katalog an Aktivitäten zu.
Im Übrigen wird bei der Ausstellung des B-Visums häufig keine Unterteilung in B-1 und B-2 Visum vorgenommen. Viele Visa enthalten deshalb den Vermerk "B-1/B-2", womit die touristische und gleichzeitig geschäftliche Einreise ermöglicht wird.

Wie stelle ich einen Antrag auf ein B-1/B-2 Visum?

Anträge für ein B-1 oder B-2 Visum werden normalerweise bei einem US-Konsulat in dem Land, in dem man seinen aktuellen Lebensmittelpunkt hat, gestellt. In Einzelfällen ist es aber notwendig den Antrag in dem Land zu stellen, wo man die "festesten Bindungen" nachweisen kann, sei dieses das Geburtsland oder ein sonstiges.
Falls Ihr Lebensmittelpunkt sich in Deutschland befindet, können Sie im US-Konsulat Berlin, Frankfurt/Main oder München einen Antrag stellen, unabhängig von dem Bundesland, in dem Sie wohnen. In Österreich ist das Generalkonsulat in Wien für B-1/B-2 Anträge zuständig, in der Schweiz das US-Konsulat in Bern. Mehr Information zum Beantragungsprozess finden sie hier.

Die Prüfung des Antrags durch das US-Konsulat
Bitte bereiten Sie Ihren Antrag sorgfältig vor, da die Anträge durchaus streng geprüft werden. Grundsätzlich müssen Antragsteller beim Interviewtermin die DS-160 Bestätigungsseite und die "Appointment Confirmation" mit sich führen und ihre festen beruflichen und privaten Bindungen ans Heimatland sowie ihre Rückkehrabsichten ins Heimatland belegbar nachweisen. Darüber hinaus sollten Belege zum konkreten Aufenthaltszweck (z. B. touristische Reisepläne, Geschäftsreise etc.) beigefügt werden.
Sollte der Konsularbeamte Grund zur Annahme haben, dass z. B. eine Einwanderungsintention besteht oder Sie eine (illegale) Arbeit in den USA aufnehmen möchten, wird man Ihrem Antrag mit Sicherheit nicht stattgeben. Gerade bei ausländischen Mitbürgern, die noch nicht lange im deutschsprachigen Raum leben, oder bei sehr jungen Antragstellern wird ein Antrag sehr kritisch geprüft. Eine Ablehnung muss im Übrigen nicht ausführlich begründet werden. Ist dies erst einmal geschehen, kann meist erst nach mehreren Monaten oder sogar Jahren ein neues Visum erfolgreich beantragt werden. Zudem kann eine Ablehnung des Antrags auf ein Nichteinwanderungsvisum die visumfreie Einreise in die USA (ESTA) erschweren oder verunmöglichen.

Nach dem Visa-Interview
Bitte beachten Sie, dass Ihr Reisepass am Tag des Interviews im US-Konsulat einbehalten und nach einer Bearbeitungszeit von ca. ein bis zwei Wochen per Einschreiben an eine deutsche Adresse zugestellt wird. Eine persönliche Abholung des Visums oder eine Ausstellung am gleichen Tag sind nicht möglich!

Wie lange kann ich mit einem Besuchervisum einreisen?

Theoretisch ist mit einem Besuchervisum (B-1/B-2) ein US-Aufenthalt bis maximal ein Jahr möglich. In der Praxis aber erhalten die Inhaber eines Besuchervisums eine sechsmonatige Aufenthaltserlaubnis bei der Passkontrolle an der US-Grenze. Der Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis von weniger als sechs Monaten ist ebenfalls nicht ungewöhnlich, da es im Ermessen des Grenzbeamten liegt, eine kürzere Aufenthaltserlaubnis zu erteilen.

Kann ich meinen USA-Aufenthalt im Rahmen des B-1/B-2 Visums verlängern?

Verlängerungen des Aufenthaltsstatus sind bei Einreise mit einem B-1 bzw. B-2 Visum um weitere maximal 180 Tage möglich (also auf maximal 365 Tage). Der Antrag wird vor Ort in den USA beim zuständigen Service-Center der US-Einwanderungsbehörde (USCIS) gestellt. Der Antrag muss rechtzeitig vor Ablauf des aktuellen B-Status eingereicht werden, empfohlen wird von Seiten der US-Behörden spätestens 45 Tage vor Ablauf des Status.
Neben dem Formular I-539 und einer Bearbeitungsgebühr müssen Sie dem Antrag u. a. ein Begründungsschreiben beifügen und weitere Belege im Zusammenhang mit Ihrer Verlängerung. Leider werden Verlängerungsanträge unter B-1/B-2 Status sehr häufig abgelehnt und nur in dringenden Fällen (z. B. aus medizinischen Gründen) stattgegeben.
Einige USA-Reisende versuchen eine Verlängerung ihres Aufenthaltes durch Aus- und Wiedereinreise zu erreichen. Sofern der maximale Aufenthaltszeitraum von 180 Tagen bereits ausgeschöpft wurde, kann die Aus- und Einreise zu einem problematischen Unterfangen werden. Denn auch hier entscheiden die US-Grenzbeamten, ob und für wie lange eine erneute Einreise genehmigt wird. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass dem B-Visuminhaber die erneute Einreise verweigert wird. Die Einreisefrequenz und -dauer sollte demzufolge nicht überstrapaziert werden.
Gerne beraten wir Sie bei Fragen und übernehmen selbstverständlich auch die gesamte Abwicklung des Beantragungsverfahrens für Sie bzw. Ihr Unternehmen. Lassen Sie uns wissen, wie wir Ihnen weiterhelfen können.

Kontakt

 

Was passiert, wenn mein B-1/B-2 Visumantrag abgelehnt wird?

In aller Regel erfahren Antragsteller bereits am Tag ihres Interviews, ob das Visum erteilt wird oder nicht.
In bestimmten Fällen erhält der Visumantragsteller nach einer gewissen Bearbeitungszeit ein Ablehnungsschreiben des Konsulats. Eine Ablehnung muss im Übrigen nicht begründet werden. Die Gründe hierfür können vielfältig sein und reichen – je nach Visumkategorie – von der Unterstellung einer Einwanderungsintention, über die Vermutung der illegalen Arbeitsaufnahme bis hin zu mangelhafter Antragsdokumentation.
Ist dies erst einmal geschehen, kann meist erst nach mehreren Monaten oder sogar Jahren ein neues Visum (erfolgreich) beantragt werden. Theoretisch besteht für den Antragsteller zwar keine Wartezeit bis zur nächsten Einreichung. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass ohne eklatante Verbesserung der Voraussetzungen der jeweiligen Visumkategorie (z. B. Nachweis der Rückkehrintention ins Heimatland, finanzielle Mittel, Nachweis von beruflichem Spezialwissen etc.) eine erneute Antragstellung wenig sinnvoll erscheint.


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