B-1 in lieu of H-3 Visum

Visum für kurze innerbetriebliche Trainings und Weiterbildungen

Das B-1 in lieu of H-3 Visum ist eine Unterkategorie des B-1 Visums speziell für ausländische Personen, die in den USA an einem firmeninternen Training bzw. Ausbildungsprogramm teilnehmen. Nachfolgend stellen wir die Besonderheiten der B-1 in lieu of H-3 Kategorie vor.

 

Was ist das B-1 in lieu of H-3 Visum?

Das B-1 in lieu of H-3 Visum stellt eine Mischung aus B-1 "Temporary Business Visitor" und H-3 "Nonimmigrant Trainee or Special Education Exchange Visitor" dar.

Diese Hybridkategorie kommt immer dann infrage, wenn H-3 Antragsteller unter bestimmten Umständen eher als B-1 Antragsteller eingestuft werden können. Grundvoraussetzung ist, dass die Person an einen US-Standort geht und dort ein innerbetriebliches Training oder eine Weiterbildung absolviert. Klassischerweise handelt es sich um "reguläre" Mitarbeiter*innen, die zu firmeninternen Trainingszwecken zum US-Standort für eine Aufenthaltszeit von maximal 180 Tagen reisen.

Zudem müssen alle Zugangskriterien für die B-Kategorie erfüllt werden (keine Bezahlung aus den Vereinigten Staaten usw.).

In der Regel wird in dem Anmerkungsfeld des Visum der Zusatz "B-1 in lieu of H, per 9 FAM 402.2-5(F)" aufgenommen, um die Kategorie deutlich zu machen.

Für Trainings kann ein B-1 in lieu of H-3 Visum infrage kommen

B-1 in lieu of H-3 Visum beantragen

Eine ausländische Person kann sich für ein B-1 of H-3 Visum qualifizieren, wenn alle folgenden H-3 Zugangsvoraussetzungen erfüllt werden:

  1. Das in den USA angestrebte Training wird im Heimatland des Antragstellers nicht angeboten.
  2. Der Antragsteller geht keiner regulären Beschäftigung nach und ersetzt somit nicht die Arbeitskraft eines Amerikaners oder GreenCard-Inhabers, die mit unbegrenzter Aufenthaltsgenehmigung angestellt sind.
  3. Der Antragsteller geht keiner produktiven Arbeit nach, es sei denn, es ist eine dem Training zugehörige und dafür notwendige Tätigkeit.
  4. Das Trainingsprogramm hilft dem ausländischen Antragsteller dabei, seine Karriere außerhalb der Vereinigten Staaten voranzutreiben.

Darüber hinaus müssen die Bedingungen für den Erhalt eines B-1 Visums erfüllt sein. Der Antragsteller

  • darf nicht aus den USA bezahlt werden,
  • muss Rückkehrintentionen nachweisen können
  • ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung haben etc.

Wichtig zu wissen ist, dass die Trainingsmaßnahmen vom US-Konsulat nicht anerkannt werden, wenn sie zu allgemein und nicht zielgerichtet genug sind sowie keinem festen Zeitplan folgen. Auch das Tätigkeitsfeld im Unternehmen ist ein entscheidender Faktor: Die Aufgabenbereiche in den Vereinigten Staaten müssen etwas mit der bisherigen Tätigkeit gemein haben und auch außerhalb der USA nützlich sein. Ziel darf es in keinem Fall sein, das ausländische Personal im Anschluss des Trainings in der US-Firma zu rekrutieren.

Achtung: Antragsteller sollten insbesondere bei längeren Trainings mit einer Dauer von mehreren Monaten sehr schlüssig darstellen können, dass der geplante USA-Aufenthalt temporärer Natur ist, das Training zeitlich begrenzt ist und der Antragsteller nach Beendigung des Trainings beabsichtigt, in sein Heimatland zurückzukehren.

Ob ein B-1 in lieu of H-3 Visum für ein firmeninternes Training in den USA vom US-Konsularbeamten genehmigt wird, hängt vom Einzelfall ab. Aufgrund der Besonderheit dieser Kategorie empfiehlt es sich, einen ausgewiesenen Visa-Spezialisten hinzuzuziehen. Die Grenzen im Bereich der Trainingsvisa sind oft fließend. So muss insbesondere geprüft werden, ob nicht ein J-1 Visum (Trainee / Intern) die geeignetere Kategorie darstellt oder ein reguläres H-3 Visum beantragt werden muss. Gerne unterstützen wir Sie dabei zu eruieren, welches Visum in Ihrem ganz persönlichen Fall das richtige ist.

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Quelle:

https://fam.state.gov/fam/09FAM/09FAM040202.html#M402_2_5_F

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