B-1 Visum

(Business Visitor)

Geschäftsreisende, die länger als 90 Tage in die Vereinigten Staaten einreisen möchten, benötigen ein B-1 Visum (Business Visitor). Selbiges gilt für Personen, die sich beispielsweise auf Grund ihrer Staatsangehörigkeit nicht für die Teilnahme am Programm zur visumfreien Einreise (Visa Waiver Program) qualifizieren.

Klassische Gründe für die Beantragung eines B-1 Visums sind z. B. die Teilnahme an Business Meetings, Geschäftsbesprechungen mit Kunden oder Mitarbeitern am US-Standort und die Teilnahme an wissenschaftlichen oder berufsbezogenen Konferenzen oder Messen. Sollten Sie in den USA eine Niederlassung aufbauen oder Verkaufsverhandlungen führen wollen, so kann dies ebenfalls mit einem B-1 Visum abgewickelt werden.

Des Weiteren kann das B-1 Visum unter bestimmten Bedingungen für kurze innerbetriebliche Trainings und Weiterbildungen genutzt werden. Die genauen Voraussetzungen und Bedingungen sollten jedoch vorab individuell geprüft werden.

Firmen, die Maschinen oder Produktionsanlagen in die USA verkaufen, können unter bestimmten Voraussetzungen ihre Monteure zur Erfüllung von Serviceaufträgen (After-Sales-Services) in die USA reisen lassen. Vor Ort dürfen z. B. Montagearbeiten, Installationen, Wartungsarbeiten und Schulungen von US-Personal vorgenommen werden.

Auch Personen, die mit einer privaten Yacht, Flugzeug oder einer Militärmaschine in die USA einreisen und aus diesem Grund nicht die visumfreie Einreise in Anspruch nehmen können, benötigen ein B-1 Visum.

 

Zugangsvoraussetzungen

Der Antragsteller behält seinen festen Wohnsitz außerhalb der USA und beabsichtigt nur für einen temporären Aufenthalt in die USA zu reisen. Der Nachweis über genügend finanzielle Mittel, um den Aufenthalt in den USA bestreiten zu können, spielt ebenfalls eine nicht unbeachtliche Rolle bei der Prüfung des Antrags.

Arbeitnehmer müssen während des gesamten US-Aufenthaltes vorzugsweise im Land des Hauptwohnsitzes - außerhalb der USA - beschäftigt/angestellt bleiben. Sie dürfen keine Entgelte von einem US-Unternehmen oder dem US-Standort erhalten und müssen nach ihrem Aufenthalt zu ihrem ursprünglichen Arbeitsplatz zurückkehren.

 

Gültigkeit

In der Regel werden B-1 Visa (Business Visitor) für 10 Jahre erteilt (je nach Staatsangehörigkeit) und erlauben einen maximalen Aufenthaltsstatus in den Vereinigten Staaten von bis zu 180 Tagen pro Einreise (mehrfach hintereinander oder am Stück). Sollten sich Reisende folglich häufiger aus geschäftlichen Gründen in den USA aufhalten, so muss das Visum nicht immer wieder neu beantragt werden.

 

Beantragungsprozess

Antragsteller müssen in der Regel persönlich im Rahmen eines Interviewtermins bei einem der zuständigen US-Konsulate vorstellig werden. Dort sollten neben den allgemeinen Antragsdokumenten - Unterlagen zum Arbeitsverhältnis, Einreisezweck und sonstige Belege über die Rückkehrintention vorgelegt werden. Die Beantragung erfolgt üblicherweise im US-Konsulat des Landes, in dem der Antragsteller seinen Lebensmittelpunkt hat.