Corona-Beschränkungen für US-Visa und Einreise verlängert

Bild von China US-Einreiseverbot dauert weiter an

Die US-amerikanische Regierung hat die Maßnahmen im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus verlängert. Lesen Sie nachfolgend, welche Auswirkungen sich für Visumantragsteller und Visuminhaber ergeben.

 

US-Einreiseverbot wegen des Coronavirus

Allen ausländischen Reisenden, die keine amerikanische Staatsangehörigkeit besitzen und sich innerhalb von 14 Tagen vor ihrer geplanten USA-Einreise in einem der nachfolgenden Länder aufgehalten haben, wird die Einreise in die USA verwehrt:

  • 26 Länder des Schengenraums,
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (ausgenommen Überseegebiete außerhalb Europas)
  • Irland
  • China (ausgenommen Hong Kong und Macau)
  • Iran

Das Einreiseverbot für die USA betrifft sowohl Visuminhaber als auch Personen, die im Rahmen der visumfreien Einreise (ESTA) in die Vereinigten Staaten reisen möchten. Auch Transitreisende sind betroffen.

Der Schengenraum umfasst 26 europäische Staaten:

  • Belgien
  • Dänemark
  • Deutschland
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Island
  • Italien
  • Lettland
  • Liechtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Schweden
  • Schweiz
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechische Republik
  • Ungarn

US-Präsident Trump gab nun bekannt, dass die zunächst für 30 Tage gültige Einreisesperre für die USA verlängert wird. Offen ist zum aktuellen Stand, bis zu welchem Datum der eigentlich bis Mitte April 2020 andauernde Einreisestopp ausgeweitet wird. Darüber hinaus ist ungewiss, ob die derzeitigen Einreise-Beschränkungen nochmals verschärft und weitere Länder davon betroffen sein werden.

Die Reise-Einschränkungen für ausländische Personen wurden seit Februar 2020 schrittweise ausgeweitet.

Bild von EU-Flagge

Ausnahmeregelungen

Ausgenommene Personenkreise

Von der Einreisesperre sind folgende Personenkreise ausgenommen:

  • US-Staatsbürger
  • Green Card Inhaber (Lawful Permanent Residents)
  • Enge Familienangehörige von US-Staatsbürgern oder Green Card Inhabern (Lawful Permanent Residents)
    Darunter fallen
    1. Ehepartner von US-Staatsbürgern oder Green Card Inhabern
    2. Eltern oder Vormund von unverheirateten und unter 21 Jahre alten US-Staatsbürgern oder Green Card Inhabern
    3. Geschwister von US-Staatsbürgern oder Green Card Inhabern, wenn beide unverheiratet und unter 21 Jahre sind
    4. Kinder, Pflegekinder oder Mündel von US-Staatsbürgern oder Green Card Inhabern oder sich im Adoptionsprozess befindliche Kinder (IR-4 / IH-4 Visa)
    Achtung: z. B. Großeltern, Onkel / Tanten oder Cousins / Cousinen zählen nicht zu engen Familienmitgliedern
  • Crew-Mitglieder von Flug- oder Schifffahrtsgesellschaften (C-1/D Visum)
  • Diplomaten, Regierungsmitglieder oder deren Familienangehörige (A-1, A-2, C-2, C-3, G-1, G-2, G-3, G-4, NATO-Visa)

Besonderheiten für ausgenommene Personenkreise

Bestimmte Personenkreise – wie US-Staatsangehörige und Inhaber eines US-Einwanderungsvisums – können nach wie vor in die Vereinigten Staaten reisen.

Achtung: Die US-Beamten führen strengere Kontrollen bei der Einreise in die Vereinigten Staaten durch.


Ausgenommene Personenkreise, wie US-Staatsangehörige und Inhaber eines US-Einwanderungsvisums,

  1. die direkt aus China, dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland (ausgenommen Überseegebiete außerhalb Europas), Irland, dem Iran oder dem Schengenraum in die USA fliegen oder sich 14 Tage vor Einreise in China, dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland (ausgenommen Überseegebiete außerhalb Europas), Irland, dem Iran oder dem Schengenraum aufgehalten haben, werden routinemäßig bis auf Weiteres zu bestimmten US-Airports umgeleitet, die mit speziellen Gesundheitszentren ausgerüstet wurden. Dort werden die Reisenden untersucht. Sofern diese Personen keine Symptome des Coronavirus aufweisen, können sie zwar einreisen, müssen aber vorsichtshalber eine 14-tägige Quarantäne zu Hause einhalten.
    Sollten Symptome erkennbar sein, werden die Reisenden einer Quarantäne unterzogen bzw. in speziellen Krankenhäusern weiterbehandelt.
  2. die sich vor Ankunft im Zeitraum von 14 Tagen unmittelbar in der Hubei Provinz aufgehalten haben, werden direkt bei Ankunft einer 14-tägigen Quarantäne unterworfen.

Aktuelle Auswirkungen

Aufgrund der aktuellen Lage empfehlen wir dringend allen Reisenden und Transitreisenden die Reisepläne in die USA zu überprüfen.

US-Konsulate / Visa-Termine


US-Vertretungen weltweit

Seit dem 19. März 2020 haben sämtliche US-Botschaften und US-Konsulate weltweit ihre Visumsdienste und den Publikumsverkehr eingeschränkt. Dort werden zum Teil ausschließlich Notfalldienste für US-Staatsbürger und Visumantragsteller fortgeführt.

Laut dem US-Außenministerium wurden Visa-Termine ab Mittwoch, den 25.03.2020 in Ländern mit einem sogenannten Travel Advisory Level von 2, 3 oder 4 storniert (Level 1: Exercise Normal Precautions, Level 2: Exercise Increased Caution, Level 3: Reconsider Travel, Level 4: Do Not Travel). Davon waren zunächst 14 Länder betroffen. Inzwischen wurden alle Länder auf Level 4 mit der Warnung "Do Not Travel" gesetzt, d. h. Visa-Interviewtermine wurden weltweit abgesagt.

Allerdings sind die US-Konsulate weltweit seit Ende März 2020 angehalten, folgende Antragsteller in jedem Fall Visuminterviewtermine zu ermöglichen:

  1. Medizinisches Fachpersonal, welche eine genehmigte USCIS Petition vorliegen haben und zur Einreise in die USA ein Visum benötigen. Das betrifft im Schwerpunkt H, J oder Green Card Antragsteller. Diese sollen sich direkt an die jeweiligen konsularischen Vertretungen wenden.
  2. Gleiches gilt für H-2A Temporary Agricultural Workers, die dringend für die Aufrechterhaltung des landwirtschaftlichen Betriebes in den Vereinigten Staaten benötigt werden.

Wann die regulären Dienste für Visumsangelegenheiten wieder aufgenommen werden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Spezifische Informationen entnehmen Sie bitte der offiziellen Webseiten der US-Vertretung in Ihrem Heimatland.
Parallel dazu halten wir unsere Kunden selbstverständlich informiert über weitere Konsulatsschließungen oder Terminabsagen.

Bild von einem US-Konsulat

US-Konsulate weltweit arbeiten eingeschränkt

US-Konsulate in Deutschland und Europa

Die Konsulate in Berlin, Frankfurt am Main und München haben alle regulären Visa-Termine für Einwanderungs- und Nichteinwanderungsvisa bis Ende April 2020 abgesagt. Visumantragsteller wurden und werden über die Stornierung ihres Visa-Termins per E-Mail und / oder SMS vom Konsulat informiert.
Für dringende Angelegenheiten können sich Antragsteller in Deutschland an [email protected] wenden, um einen Notfalltermin zu beantragen. Bitte beachten Sie, dass die Reisereglementierungen damit trotzdem nicht umgangen werden können.

Visumantragsteller im gesamten Schengenraum, im Vereinigten Königreich und Irland sollten sich darauf einstellen, dass möglicherweise bereits vereinbarte Termine im US-Konsulat erneut storniert werden bzw. weitere Verzögerungen eintreten.

Achtung: Es besteht zum Teil die Möglichkeit, Visa-Interviews auf einen späteren Termin umzubuchen. Dies variiert in den jeweiligen US-Konsulaten weltweit. In Deutschland waren Visa-Termine ab Mitte Mai 2020 verfügbar, diese sind aber inzwischen weitestgehend vergriffen, so dass derzeit Interviewtermine ab ca. Juni 2020 verfügbar sind. Dabei ist nicht sicher, ob diese Termine nicht zu einem späteren Zeitpunkt abgesagt werden müssen. 

Für die Verschiebung des Visa-Interviews empfehlen die US-Konsulate folgende Vorgehensweise:

  1. Verschiebung des Interviewtermins bis 14 Tage nach der Ausreise aus einem der betroffenen Länder
  2. Verschiebung des Interviewtermins um mindestens 14 Tage bei Personen mit grippeähnlichen Symptomen oder einer möglichen Aussetzung mit dem Coronavirus

Terminänderungen sind gebührenfrei und die Visumgebühren bzw. der Zahlungsbeleg ein Jahr lang gültig in dem Land, in dem die Gebühr gezahlt wurde.

Wir raten allen USA-Reisenden bzw. Visumantragstellern, sich auf weitere kurzfristige Änderungen einzustellen und sich vor der Einreise bzw. Visumbeantragung umfassend über die aktuellen Bestimmungen und die Rechtslage zu informieren.

USCIS Service-Center

Ab dem 18. März 2020 bis zunächst mindestens einschließlich 3. Mai 2020 werden alle USCIS Offices weltweit für den Publikumsverkehr geschlossen. Es wird allerdings nach wie vor Notfalltermine und -bearbeitungen geben. Eine weitere Verlängerung dieser Maßnahmen ist derzeit nicht ausgeschlossen.

Der "normale" Betrieb der USCIS Service-Center in den Vereinigten Staaten läuft ansonsten weiter. Das bedeutet, dass Anträge wie beispielsweise L-Petitionen weiterhin eingereicht werden können zur Bearbeitung. Seit dem 20. März 2020 ist allerdings das beschleunigte Antragsverfahren Premium Processing für I-129 (z. B. H oder L) und I-140 Anträge (Green Card durch die Arbeitsstelle) ausgesetzt worden. Das bedeutet, dass diese Anträge nur noch regulär gestellt werden können. Je nach USCIS Service-Center liegen die Bearbeitungszeiten im Durchschnitt bei rund 4 bis 8 Monaten.

Kein Publikumsverkehr bedeutet aber im Umkehrschluss keine persönlichen Interviewtermine oder Walk-in Termine mehr vor Ort in den USCIS-Büros. Dies betrifft im Schwerpunkt: 

  1. Green Card Antragsteller
    Personen, die bereits einen Termin für ihr persönliches Interview in einem der USCIS Field Offices in dem genannten Zeitraum haben, werden benachrichtigt, dass diese Termine abgesagt werden. Sie werden dann entsprechend neue Termine von den US-Behörden erhalten.
  2. Personen, die visumfrei mit ESTA eingereist sind
    Visa Waiver Program Reisende, deren 90-tägiger Aufenthaltsstatus abzulaufen droht und die nicht zurückfliegen können, sollten die USCIS telefonisch unter +1 800-375-5283 kontaktieren oder sich an eine der Deferred Inspection Sites wenden. Dort erhält man weitere Instruktionen. Üblicherweise erfolgte eine solche Klärung über einen persönlichen Termin in einem der USCIS Field Offices.
  3. Personen mit Visa, die sich im Statusverlängerungs- oder Statuswechselprozess befinden
    Die Application Support Center, kurz ASC, sind hiervon ebenfalls betroffen. In diesen Büros werden u. a. Biometrics-Termine abgewickelt, die bei bestimmten Statusverlängerungs- oder Statuswechselanträgen notwendig werden. Personen, die bereits einen Termin haben in dem Zeitraum, werden benachrichtigt, dass diese Termine abgesagt werden. Sie werden dann entsprechend neue Termine von den US-Behörden erhalten.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie in unseren Handlungsempfehlungen.

Bild von dem Logo der US-Einwanderungsbehörde USCIS

Wer aufgrund der aktuellen Situation unverschuldet zu einem Termin bei der USCIS nicht erscheint oder nicht rechtzeitig auf Schreiben (z. B. RFE) der USCIS reagiert, für den soll es keine Nachteile geben. Sofern man in der Lage ist zu belegen, dass es direkt auf die Corona-Krise zurückzuführen ist (Reisebeschränkungen, Erkrankung, unternehmensinterne Probleme etc.). Insbesondere bei der Beantwortung von RFE-Schreiben (= Request for Evidence) der USCIS im Rahmen von petitionsbasierten Anträgen (z. B. L-1) räumt die Behörde mehr Zeit ein. Bis dato mussten Rückfragen innerhalb von 90 Tagen beantwortet werden, sonst drohte eine Ablehnung. Nun gestattet die Behörde weitere 60 Tage, wenn Unternehmen nicht rechtzeitig alle geforderten Unterlagen aufgrund der Krisensituation einreichen können.

Achtung: Welche Einschränkungen und Ausnahmeregelungen gelten, sollten tagesaktuell auf der USCIS-Webseite geprüft werden, da sich hier stetig Änderungen ergeben können.

Ausreise aus den USA

Ausländische Personen, die sich aktuell in den Vereinigten Staaten aufhalten (z. B. mit einem US-Visum oder ESTA), sind verunsichert, was die rechtzeitige Ausreise aus den USA angeht bzw. wie es sich mit einem möglichen Overstay in den USA verhält.

Hier ist es zunächst wichtig zu unterscheiden, mit welchem Status Sie sich in den USA befinden (z. B. visumfreie Einreise mit ESTA unter dem Visa Waiver Program, B-Besuchervisum, L-Arbeitsvisum etc.). Verwechseln Sie hier nicht Visum und Status. Im I-94 Einreiseformular ist das Datum vermerkt, an dem Sie die Vereinigten Staaten spätestens verlassen müssen.

Wenn Ihr Aufenthaltsstatus tatsächlich zeitnah ausläuft, sich Ihre Ausreise aufgrund der Ereignisse verzögert bzw. Sie Ihren USA-Aufenthalt verlängern wollen, empfehlen wir Folgendes:

  1. Kontaktaufnahme mit den entsprechenden US-Behörden
    Telefonisch erreichen Sie die US-Einwanderungsbehörde USCIS unter +1 800-375-5283 oder die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP unter +1 202-325-8000.
    Alternativ können Sie sich an ein CBP Office direkt am Airport oder die Deferred Inspection Sites wenden.
  2. Extension of stay / Change of status
    Prüfen Sie, ob eine Statusverlängerung oder ein Statuswechsel in den USA möglich ist. Achtung: Die Antragstellung muss vor Ablauf des I-94 erfolgen.
  3. Overstay dokumentieren
    Sofern die erteilte Aufenthaltsfrist bereits überschritten wurde bzw. eine Überschreitung eintreten wird, da keine der oben genannten Maßnahmen greifen, stellen Sie bitte unbedingt die bestmögliche Dokumentation sicher. D. h., sammeln Sie Belege zu Flugstornierungen etc., um den nicht selbst verschuldeten Overstay für spätere USA-Einreisen, Visumbeantragungen und Aufenthalte dokumentieren zu können. Wie die US-Behörden zu einem späteren Zeitpunkt mit diesen Overstays umgehen werden, ist nicht vorherzusagen. Bei einwandfreier Dokumentation sollten allerdings keine Nachteile für ausländische Personen entstehen.

Achtung: Ob eine Ausreise aus den USA empfehlenswert ist, hängt von mehreren Faktoren ab und sollte immer im Einzelfall geprüft werden. Insbesondere wenn Familienangehörige mit abgeleiteten Visa involviert sind, ist eine gründliche Abwägung von Pro und Contra geboten. Bitte beachten Sie auch, dass insbesondere Statusverlängerungsanträge mit einem nicht unerheblichen Arbeits- und Zeitaufwand verbunden sein können. Unternehmen empfehlen wir, den Status ihrer ausländischen Mitarbeiter in den USA zu prüfen und rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten. Gerne sind wir Ihnen bei der Einschätzung und Umsetzung behilflich. Nehmen Sie Kontakt zu unseren Visa-Beratern auf.

J-1 Visa Programmänderungen

Für die J-1 Visumkategorie, welche beispielsweise Praktika oder Au-pair-Aufenthalte in den Vereinigten Staaten ermöglichen, wurden in Folge der Maßnahmen seitens der US-Regierung bereits konkrete Änderungen bezüglich der Durchführung der Programme vorgenommen.

Am 12. März 2020 gab das U.S. Department of State, welches alle J-1 Programme reglementiert und überwacht, bekannt, dass der neue J-1 Programme bzw. Einreisen mit dem J-1 Visum für 60 Tage ausgesetzt werden. Somit wäre ein Programmstart nach derzeitigem Stand wieder frühestens ab dem 11. Mai 2020 möglich. Diesbezüglich kann es Änderungen geben.

Geplante J-1 Programme

Die Austauschorganisationen, welche vom U.S. Department of State zertifiziert sind und für die J-1 Kategorie als Visumsponsoren fungieren, bieten daher in vielen Fällen die Verschiebung oder die Absage von bereits geplanten J-1 Programmen an. Hier sollte jedoch dringend der Kontakt mit dem jeweiligen Visumsponsor gesucht werden, um individuell die genauen Möglichkeiten abzuklären, wie mit dem Programm fortgefahren werden kann.

Inhaber von J-1 Visa

J-1 Visuminhaber, die bereits in den USA sind, werden zudem angehalten, die Reisewarnungen ihres jeweiligen Heimatlandes regelmäßig zu prüfen und ggf. früher als geplant die Heimreise anzutreten. Aktualisierte Informationen zur Handhabung der J-1 Programme bietet beispielsweise die offizielle J-1 Webseite des U.S. Department of State.

Bild von J-1 Austauschbesuchern in den USA

Auswirkungen für J-1 Austauschprogramme ab sofort spürbar

Studentenvisa (F und M)

Auswirkungen von COVID-19 auf die F- und M-Visumkategorien, die beispielsweise Highschool- oder Studienaufenthalte in den USA ermöglichen, werden aktuell durch das SEVP (Student and Exchange Visitor Program) genau beobachtet, welches im Auftrag des U.S. Department of Homeland Security alle Bildungseinrichtungen, Schüler bzw. Studenten und deren Angehörige "verwaltet".  Damit kann sichergestellt werden, dass alle F und M-Visuminhaber ihren Studienaufenthalt in den Vereinigten Staaten weiterhin gemäß den rechtlichen Vorgaben durchführen können.

Wichtig für Schüler bzw. Studenten ist es, alle Änderungen (z. B. E-Learning, Änderungen im Vorlesungsablauf etc.) ihres jeweiligen Programms zu dokumentieren, um diese auf Verlangen dem SEVP vorlegen zu können. Das SEVP versucht seinerseits aktuell so flexibel wie möglich zu sein, um spezielle Anpassungen schaffen zu können und empfiehlt offizielle Updates auf der U.S. Immigration and Custom Enforcement (ICE) COVID-19 Informationsseite zu verfolgen.

Aktuell ist es außerdem enorm wichtig, dass der jeweilige F bzw. M Nonimmigrant Aufenthaltsstaus seine Gültigkeit behält, auch in Notfallsituationen. Das bedeutet, dass alle Visuminhaber weiterhin alle notwendigen Schritte einleiten müssen, die unter den gegebenen Umständen möglich sind, um ihren Status aufrecht zu erhalten. Außerdem müssen Visuminhaber ihren jeweiligen DSO (Designated School Official) kontaktieren, um z. B. Notfallpläne für das Schulgelände oder Änderungen zu besprechen. Sollte es sich bei dem USA-Aufenthalt um ein praktisches Training (z. B. OPT) handeln, raten wir dringend dazu, mit dem US-Arbeitgeber zu sprechen, um sicherzustellen, dass das Trainingsübereinkommen beibehalten wird. Das Department of Homeland Security stellt wichtige Informationen zur Beibehaltung des Status bereit.

Sollten sich durch die aktuellen Entwicklungen zu COVID-19 oder auch durch andere unvorhersehbare Umstände, finanzielle Schwierigkeiten (Severe Economic Hardship) in den USA ergeben, gibt es die Möglichkeit eine Allgemeine Arbeitserlaubnis (EAD) für Tätigkeiten Off-Campus zu beantragen. Die USCIS gibt genauere Informationen zu den Möglichkeiten in Ausnahmesituationen sowie spezielle Hinweise für internationale Studenten

Geschäftstätigkeit US Visa Service

Seien Sie versichert, dass unser gesamtes US Visa Service Team in gewohnter Weise für Sie und Ihre Belange da ist. Auch unsere Mitarbeiter*innen befinden sich bereits im Schwerpunkt im Homeoffice, womit aber keinerlei Einschränkungen für Sie einhergehen. Darüber hinaus wird in unserem Berliner Büro Stand jetzt eine Notfallbesetzung vor Ort sein.

Gerade in diesen stürmischen Zeiten werden wir für Sie und Ihre Belegschaft weiterhin die bestmögliche Betreuung und Fallbearbeitung gewährleisten. Zudem arbeiten wir mit Hochdruck daran, Lösungen für Unternehmen und deren Mitarbeiter zu finden. 

Selbstverständlich halten wir Sie auch weiterhin über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden. Bleiben Sie gesund.

aktualisiert am 1.4.2020


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Kommentare

  • Hallo, auch ein Umsteigen am Flughafen bzw. ein kurzer Transitaufenthalt bedeutet defacto eine Einreise in die USA. Somit können auch Transitreisende vom US-Einreiseverbot betroffen sein, wenn sie sich in den betroffenen Ländern aufgehalten haben bzw. direkt von dort in die USA reisen möchten.

  • Müssen us Bürger bei der Rückkehr in den nächsten 10 Tagen in die USA einen Corona Test vorlegen? Wird ein Test bei der Einreise durchgeführt oder wird unmittelbar vor der Rückreise ein Test verlangt?

  • Wird ein Umsteigen an einem Flughafen auch als Einreise bewertet? Man verlässt den Transitbereich ja nicht.