E-Folge Visum

(E-1/E-2 Visa auf Basis einer E-Registrierung)

Unternehmen, die bereits über eine E-Registrierung (E-1 Treaty Trader und E2 Treaty Investor) am zuständigen US-Konsulat für ihren US-Standort bzw. ihre US-Standorte verfügen, können Angestellte auf dieser Grundlage in die USA entsenden bzw. dort einsetzen. Das E-Visum entspricht einem Arbeitsvisum, das den Inhaber zur vollen Arbeitsaufnahme berechtigt, unabhängig davon, ob der Mitarbeiter mehrere Dienstreisen oder ein längerfristiges Beschäftigungsverhältnis in den USA antreten wird.

 

Zugangsvoraussetzungen

Mitarbeiter müssen die Nationalität des entsprechenden Vertragslandes besitzen. Dies bedeutet, dass Unternehmen, die beispielsweise mehrheitlich in deutschem Besitz sind, ausschließlich Personal mit deutscher Staatsangehörigkeit für das E-Visum vorsehen können.
Des Weiteren muss der Mitarbeiter für die zukünftige Beschäftigung in den USA qualifiziert sein – hierzu zählen Executives, Manager oder Spezialisten.
Der Nachweis einer Mindestbeschäftigungszeit innerhalb der Unternehmensgruppe – wie beim L-Visum – ist nicht erforderlich, allerdings muss eine reguläre vertragliche Anbindung an die Unternehmensgruppe bestehen. Berater mit Honorarverträgen oder Freiberufler qualifizieren sich nicht für die E-Kategorie. Der zukünftige Visum-Inhaber muss folglich entweder einen regulären Arbeitsvertrag mit dem Mutterhaus, bei den angeschlossenen Tochtergesellschaften oder dem US-Standort nachweisen können oder über einen Entsendungsvertrag verfügen.

 

Gültigkeit

Das Arbeitsvisum (E-Visum) wird zunächst auf maximal 5 Jahre erteilt. Verlängerungen um weitere 5 Jahre sind theoretisch unendlich möglich, solange das Unternehmen in den USA existiert und noch alle grundsätzlichen Zugangsvoraussetzungen für die E-Registrierung erfüllt. Der Aufenthaltsstatus wird vom Einwanderungsbeamten an der Grenze für jeweils maximal 2 Jahre gewährt und erfolgt über Aus- und erneute Einreisen, bis das Visum abgelaufen ist und im Konsulatsverfahren neu beantragt werden muss.

 

Beantragungsprozess

Antragsteller müssen persönlich im Rahmen eines Interviewtermins bei einem der zuständigen US-Konsulate vorstellig werden. Dort sollten neben den allgemeinen Antragsdokumenten Nachweise über das US-Beschäftigungsverhältnis, das Gehalt sowie die Qualifikation des Antragstellers erbracht werden.
Die Beantragung erfolgt in Deutschland ausschließlich über das US-Generalkonsulat in Frankfurt/Main.
E-Visa sind im Vergleich zu vielen anderen Arbeitsvisakategorien (wie beispielsweise L-1 oder H-1B) weniger zeit- und kostenintensiv.

 

Familienangehörige

Ehepartner und unverheiratete Kinder unter 21 Jahren erhalten für denselben Zeitraum wie der Hauptantragsteller ein abgeleitetes E-Visum. Erreichen die Kinder die amerikanische Volljährigkeitsgrenze, müssen sie ihren Nichteinwanderungsstatus wechseln oder das Land verlassen.
Ehepartner können auf Antrag eine eigene Arbeitserlaubnis (Employment Authorization Document, EAD), die nicht an eine bestimmte Stelle oder das Unternehmen des Hauptantragstellers gebunden ist, erhalten.
Familienangehörige unter E-Status können darüber hinaus öffentliche/private Bildungseinrichtungen besuchen.