H-1B Visum

(Specialty Occupation Workers)

Das H-1B Visum ermöglicht eine befristete Arbeitsaufnahme für ausländische Personen mit einem akademischen Abschluss bzw. einem Äquivalent und einem entsprechenden US-Arbeitsplatzangebot. Das H-1B Visum birgt aufgrund strenger Zugangsvoraussetzungen und zahlenmäßiger Limitierung viele Fallstricke und Hürden. Nicht zuletzt steht diese Visa-Kategorie im Fokus der Debatte um eine Einwanderungsreform.

Was ist das H-1B Visum?

Bei der H-1B Kategorie handelt es sich um ein klassisches Arbeitsvisum für die USA, das jedoch ausschließlich hochqualifizierten Arbeitnehmern vorbehalten ist. Das H-1B Visum wird von spezialisierten Fachkräften wie Ingenieuren, Wissenschaftlern und Architekten beantragt, die für eine begrenzte Zeit in den USA arbeiten möchten.

Welche Vorteile hat das H-1B Visum?

Das H-1B Fachkräfte-Visum bietet sowohl US-Unternehmen, als auch ausländischen Mitarbeitern eine Reihe von Vorteilen.

  • Im Vergleich zu E- und L-Arbeitsvisa werden relativ niedrige Anforderungen an das US-Unternehmen gestellt.
  • Die Anforderungen an den Antragsteller sind sehr viel niedriger, d. h. der einzustellende Mitarbeiter muss keine Führungsposition im US-Unternehmen einnehmen.

Welche Nachteile hat das H-1B Visum?

  • Die Anzahl der H-1B Visa, die pro Jahr vergeben werden, ist begrenzt. Leider sind H-1B Visa im Erstantrag in den letzten Jahren regelmäßig innerhalb weniger Tage vergriffen. Wir empfehlen daher zu prüfen, ob alternativ ein anderes Arbeitsvisum beantragt werden kann.

Voraussetzungen

Das H-1B Visum ist unternehmensgebunden, d. h. offizieller Antragsteller ist das US-Unternehmen für den zukünftigen Mitarbeiter. Unabdingbare Voraussetzung ist deshalb ein konkretes Stellenangebot in den Vereinigten Staaten von einem US-Arbeitgeber. Die ausländische Person kann mit dem H-1B Visum ausschließlich für das US-Unternehmen tätig werden, welches den Antrag gestellt hat. Auch Non-Profit-, Regierungsorganisationen oder Bildungseinrichtungen (z. B. US-Universitäten) können als Antragsteller fungieren.

Die zukünftige H-1B Position in den USA für den ausländischen Mitarbeiter muss "H-1B fähig" sein, also einer Tätigkeit der "Specialty Occupation" entsprechen. Per Definition der US-Behörden sind damit Berufsfelder in den USA gemeint, die mindestens ein U.S. Bachelor's Degree voraussetzen oder ein entsprechendes Äquivalent im Arbeitsbereich. Darunter fallen hochqualifizierte Arbeitnehmer u. a. der folgenden Berufsfelder:

  • Rechtsanwälte
  • Ingenieure
  • Architekten
  • Mediziner

Das Fachkräftevisum für Mediziner, Architekten & Co.

Es qualifizieren sich also nur solche Personen für ein H-1B Visum, die mindestens über ein U.S. Bachelor's Degree verfügen oder über einen außerhalb der USA erworbenen akademischen Abschluss als Äquivalent. Auch eine Kombination aus schulischer Qualifikation und Berufserfahrung, die als gleichwertig zu einem U.S. Bachelor's Degree anerkannt wurde, ist denkbar und kann mittels sogenannter "Foreign Credential Evaluations" bzw. "Work Experience Evaluations" in den USA nachgewiesen werden.

H-1B Visum beantragen

Zuständige Behörden

Der H-1B Visumantragsprozess gliedert sich in ein in der Regel dreistufiges Verfahren mit unterschiedlichen behördlichen Zuständigkeiten.

  1. Employment and Training Administration (ETA) – Labor Condition Application (LCA)
    In einem ersten Schritt muss die Labor Condition Application vom zukünftigen US-Arbeitgeber veranlasst werden. Dieser Antrag wird im Rahmen eines Online-Verfahrens (iCERT Portal System) bei der Employment and Training Administration (ETA) des U.S. Department of Labor gestellt.
    Die LCA ist nicht zu verwechseln mit der Labor Certification (= Arbeitsmarktüberprüfung durch den US-Arbeitgeber). Beim H-1B Visum muss der US-Arbeitgeber nicht nachweisen, dass er keine amerikanischen Arbeitskräfte für die ausgeschriebene Stelle finden konnte.
    Im Rahmen der Labor Condition Application muss das US-Unternehmen allerdings unter anderem die adäquate Bezahlung des ausländischen Mitarbeiters bestätigen sowie, dass mit dessen Einstellung keine Benachteiligung für das US-Personal einhergeht. Übrigens: Ein Verstoß gegen die dort gemachten Auflagen kann zu empfindlichen Geldstrafen bei einer späteren Überprüfung durch die US-Behörden führen.
  2. U.S. Citizenship and Immigration Services – H-1B Petition
    Erst nach Erhalt der genehmigten LCA kann die eigentliche H-1B Antragstellung erfolgen: H-1B Petitionen werden am zuständigen Service-Center der US-Einwanderungsbehörde (USCIS) in den USA postalisch eingereicht. Diese Petition umfasst neben den umfangreichen Unterlagen zum US-Unternehmen, zur angebotenen Stelle und zu den Qualifikationen des ausländischen Mitarbeiters auch zwingend die genehmigte Labor Condition Application des U.S. Department of Labor.
  3. US-Konsulat – Konsulatsverfahren
    Insofern der USCIS-Antrag bewilligt wurde, erhält das US-Unternehmen ein Bewilligungsschreiben. Im letzten Schritt muss der zukünftige Mitarbeiter das Konsulatsverfahren durchlaufen, in dem das eigentliche H-1B Visum ausgestellt wird (Ausnahmen bilden nur Statusverlängerungs- bzw. Statuswechselverfahren innerhalb der USA). Die Beantragung erfolgt in der Regel im Rahmen eines persönlichen Interviews am zuständigen US-Konsulat im Heimatland.

Beantragungsdauer

Beim H-1B Visum handelt es sich um ein komplexes und zeitaufwendiges Antragsverfahren. Die gesamte Beantragungsdauer umfasst durchschnittlich vier bis fünf Monate. Die Bearbeitungszeiten teilen sich dabei in etwa wie folgt auf:

  • Wenn das U.S. Department of Labor keine Beanstandungen hat, wird die LCA innerhalb von ca. 7 bis 14 Tagen nach Erhalt genehmigt.
  • Insofern die US-Einwanderungsbehörde (USCIS) eine H-1B Petition offiziell angenommen hat, sind die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten bis zum abschließenden Bescheid abhängig vom zuständigen Service Center. In der Regel dauert die reguläre Bearbeitung rund drei bis vier Monate(= "Regular Processing"). Alternativ gibt es hier ein beschleunigtes Verfahren (siehe "Premium Processing").
  • Insofern das Konsulatsverfahren noch notwendig wird und ein persönlicher Visa-Termin absolviert werden muss, planen Sie bitte bis zum Erhalt Ihres Reisepasses inklusive Visum etwa zwei Wochen ein.


H-1B Quotensystem ("H-1B Cap")

Die H-1B Visumkategorie ist zahlenmäßig limitiert und unterliegt einem Quotensystem, dem sogenannten "H-1B Cap", welches jeweils für ein US-Steuerjahr gilt. Das US-Steuerjahr oder "Fiscal Year", kurz FY, beschreibt den Zeitraum zwischen dem 1. Oktober eines Jahres und dem 30. September des Folgejahres.

Insgesamt stehen pro Steuerjahr lediglich 85.000 H-1B Visa zur Verfügung. Während sich viele namhafte Unternehmen in den USA, wie Microsoft und Google, seit Jahren für eine Ausweitung des H-1B Programms aussprechen, steht insbesondere die Trump-Administration dieser Bewegung kritisch gegenüber. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist derzeit nicht mit einer Erhöhung dieser Quote zu rechnen.

Die aktuelle Anzahl an H-1B Visa verteilt sich auf zwei "H-1B Caps":

Typ der Obergrenze Höhe der Obergrenze
H-1B Regular Cap 65.000
H-1B Master's Exemption 20.000

 

H-1B Regular Cap

Pro US-Steuerjahr können derzeit 65.000 H-1B Visa im "H-1B Regular Cap" erteilt werden für Personen, die über ein U.S. Bachelor's Degree, d. h. einen an einer amerikanischen Universität erworbenen Bachelorabschluss, (oder höher) bzw. ein entsprechendes Äquivalent verfügen. Innerhalb dieses Kontingents sind allerdings noch 6.800 H-1B Visa für mögliche Antragsteller aus Singapur und Chile reserviert.

H-1B Master's Exemption Cap

Zusätzlich steht für Personen mit einem U.S. Master's Degree, d. h. einen an einer amerikanischen Universität erworbenen Masterabschluss, (oder höher) ein "H-1B Master's Exemption Cap" mit weiteren 20.000 Visa pro US-Steuerjahr zur Verfügung.

Achtung: Nicht alle amerikanischen Bildungseinrichtungen qualifizieren automatisch für das H-1B Master's Cap. Die Bildungseinrichtung muss entweder öffentlich sein oder über einen Non-Profit Status verfügen sowie eine ordentliche Akkreditierung nachweisen können. Sollte eines der beiden Kriterien nicht erfüllt sein, qualifiziert sich der Bewerber nicht für das "H-1B Master's Cap", jedoch gegebenenfalls für das "H-1B Regular Cap".

Jährliche Antragsrunde – die H-1B Cap Season

H-1B Erstanträge können in jedem Jahr frühestens ab dem 1. April für den frühestmöglichen Arbeitsbeginn ab dem 1. Oktober bei der US-Einwanderungsbehörde (USCIS) eingereicht werden.

Für das aktuell laufende US-Steuerjahr 2018 (FY 2018: Oktober 2017 bis September 2018) sind bereits alle H-1B Visa vergriffen.

H-1B Cap Season FY 2019

Die neue H-1B Antragsrunde für das US-Steuerjahr 2019 (FY 2019) startete am 2. April 2018 – ab diesem Zeitpunkt konnten amerikanische Unternehmen/Organisationen ihre Anträge auf H-1B Visa für ausländische Mitarbeiter einreichen (mit dem Starttermin 1. Oktober 2018).

Analog zu den Vorjahren, wurde leider auch die diesjährige Antragsrunde bereits am Freitag, den 6. April 2018 geschlossen. D. h., die USCIS teilte mit, ab diesem Datum keine weiteren H-1B Erstanträge mehr anzunehmen. Sowohl für das H-1B Regular Cap als auch für das H-1B Master's Cap sind bis zu diesem Zeitpunkt bereits mehr Anträge eingegangen als überhaupt zur Verfügung stehen. Damit wurde ein H-1B Annahmestopp verfügt. Alle H-1B Erstanträge, die nach diesem Datum bei der USCIS eingehen, werden unbearbeitet an die Antragsteller zurückgesandt.

US-Arbeitgeber können somit erst im kommenden Jahr am 1. April 2019 für das FY 2020 und somit für den frühestmöglichen Arbeitsbeginn 1. Oktober 2019 wieder H-1B Erstanträge einreichen.

H-1B Visa sind zahlenmäßig begrenzt

H-1B Lotterie – das Losverfahren

Um aus der Flut der eingehenden H-1B Anträge diejenigen zu ermitteln, die letztlich bearbeitet werden, hat die US-Einwanderungsbehörde ein computergeneriertes Zufallsverfahren ("Random Selection") eingeführt.

Die USCIS nimmt zahlenmäßig nicht exakt 85.000 H-1B Petitionen entgegen und stoppt dann das Verfahren, sondern nimmt vielmehr über einen gewissen Zeitraum H-1B Anträge an und spricht dann einen Antragsstopp aus. In diesem Jahr wurde der Annahmestopp am Freitag, den 6. April 2018 verfügt.

Wie die US-Einwanderungsbehörde mitteilte, wurden für das FY 2019 im Antragszeitraum 2. bis 6. April 2018 insgesamt 190.098 H-1B Erstanträge für das "Regular" und "Masters Cap" entgegengenommen. Im Vorjahr (= für das FY 2018) waren es rund 199.000 H-1B Erstanträge.

Trotz eines leichten Rückgangs, ist immer noch ein großes Interesse von US-Unternehmen an dieser Kategorie zu verzeichnen – das leider auch in diesem Jahr erheblich das bestehende Kontingent von 85.000 Visa übersteigt.

Parallel zur Anzahl der eingegangenen Anträge, erklärte die USCIS die "H-1B Lottery" für abgeschlossen. D. h., es wurden bereits die H-1B Anträge per Losverfahren ermittelt, die nunmehr weiterbearbeitet werden.

Am 16. Mai 2018 gab die USCIS darüber hinaus bekannt, dass alle ausgelosten H-1B Anträge im System nunmehr erfasst sind und sukzessive die entsprechende offizielle Eingangsbestätigung erhalten (I-797 – Receipt Notice).

Parallel dazu startet die Behörde die Rücksendung aller nicht gezogenen H-1B Anträge an die Antragsteller. Da die Rücksendeaktion mehr als 100.000 Petitionen umfasst, kann derzeit nicht konkret angegeben werden, bis wann diese abgeschlossen sein wird.  

Wenn Sie Ihren H-1B Antrag für das US-Steuerjahr 2018 nicht rechtzeitig gestellt haben oder nicht ausgelost wurden, beraten wir Sie gerne über alternative Visumkategorien, die für den Arbeitseinsatz Ihrer Mitarbeiter in den USA infrage kommen. Nehmen Sie jetzt Kontakt zu unseren Visa-Experten auf!

Ablauf der H-1B Lotterie im Detail:

Zunächst werden per Zufall 20.000 Anträge für das "H-1B Master's Exemption Cap" ausgewählt. Alle unberücksichtigten "Master's Cap" Anträge werden anschließend dem "Regular Cap" von 65.000 Visa zugerechnet. Schließlich führt die USCIS ein zweites Losverfahren durch, in dem aus den verbleibenden "regulären" H-1B Anträgen (="H-1B Regular Cap") die noch zu bearbeitenden Anträge ausgelost werden.

Antragsteller, deren H-1B Antrag ausgewählt wurde, erhalten eine Eingangsbestätigung von der USCIS. Alle restlichen Antragsteller bekommen ihren Antrag unbearbeitet zurück und erhalten eine Erstattung der Antragsgebühren.

Wichtig: Die Berücksichtigung durch die H-1B Lotterie beinhaltet natürlich nicht die automatische Bewilligung des H-1B Antrags durch die USCIS. Es bedeutet nur, dass der Antrag von der US-Behörde weiterbearbeitet wird.

H-1B Cap Exempt – Ausnahmen der Quotenregelung

Nicht alle H-1B Anträge sind vom Quotensystem bzw. der zahlenmäßigen Limitierung betroffen. Folgende H-1B Petitionen können immer bei der US-Einwanderungsbehörde eingereicht werden, sind also "Cap Exempt":

  • H-1B Verlängerungsanträge, d. h. Petitionen für ausländische Personen, die sich bereits unter H-1B Status in den USA aufhalten bzw. sich innerhalb der letzten 6 Jahre aufgehalten haben.
  • H-1B Anträge für ausländische Personen, die sich bereits unter H-1B Status in den USA aufhalten (oder innerhalb der letzten 6 Jahre aufgehalten haben) im Rahmen eines Arbeitgeberwechsels.
  • H-1B Anträge von "Institution of Higher Education" und deren Zweigstellen unter bestimmten Auflagen (z. B. US-Universitäten)
  • H-1B Anträge von regierungsnahen oder gemeinnützigen Forschungsinstituten (Non-Profit)

"Premium Processing" – Beschleunigtes Antragsverfahren

Grundsätzlich besteht für alle Anträge, die mit dem Formular I-129 ("Petition for a Nonimmigrant Worker") bei der USCIS eingereicht werden – so auch beim H-1B Visum – die Möglichkeit, die langen Bearbeitungszeiten zu beschleunigen.

Möglich ist das mit dem Formular I-907 (Request for Premium Processing) und einer zusätzlichen Gebühr in Höhe von aktuell 1.410 US-Dollar. Der Vorteil des Premium Processing Verfahrens ist, dass die USCIS Antragstellern eine Antwort innerhalb von 15 Tagen garantiert. Die Antwort beinhaltet in der Regel eine Bewilligung oder aber auch eine Nachfrage (Request For Evidence, RFE) bzw. Ablehnung.

Aussetzung des Beschleunigungsverfahrens

Der Premium Processing Service wurde von der US-Einwanderungsbehörde (USCIS) vorerst ausgesetzt. D. h., bestimmte H-1B Petitionen können nicht im Rahmen des Premium Processing Verfahrens eingereicht oder nachträglich beschleunigt werden, sondern müssen die reguläre Bearbeitungszeit durchlaufen. Generell sind die meisten H-1B Petitionen von dieser Aussetzung betroffen, nur bestimmte Anträge können das Premium Processing weiterhin nutzen. Darunter fallen z. B. nahezu alle "Cap exempt"-Petitionen.

Der ursprünglich bis 10. September 2018 geplante Premium Processing Stopp wurde von der USCIS bis zum 19. Februar 2019 verlängert und auf zusätzliche H-1B Petitionen ausgeweitet.

Als einer der Gründe für den verlängerten Stopp wird der große Rückstau an H-1B Petitionen angegeben, der aufgrund der vielen neu eingehenden Premium Processing Anträge anders nicht abgebaut werden könne.

Achtung: Antragsteller, die eine H-1B Erstpetition mit der Form I-907 und dem entsprechenden Scheck in Höhe von 1.410 US-Dollar bei der USCIS einreichen, laufen Gefahr, dass der Gesamtantrag unbearbeitet zurückgeschickt wird.

Alle weiteren I-129 Nichteinwanderungsanträge, wie beispielsweise L-1 oder O-1, können das Premium Processing Verfahren auch wie gewohnt nutzen.

Gültigkeit

Das H-1B Visum wird im Erstantrag auf maximal drei Jahre bewilligt und kann auf weitere drei Jahre verlängert werden. Die maximale Aufenthaltsdauer von sechs Jahren darf nur dann überschritten werden, wenn rechtzeitig eine arbeitsplatzbezogene GreenCard von Seiten des US-Arbeitgebers beantragt wurde (= "AC-21 rule").

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Visum für Familienangehörige

Ehepartner und unverheiratete Kinder unter 21 Jahren erhalten auf Antrag für denselben Zeitraum wie der Hauptantragsteller ein abgeleitetes H-4 Visum. Erreichen die Kinder die amerikanische Volljährigkeitsgrenze (21 Jahre), müssen sie ihren Nichteinwanderungsstatus wechseln oder das Land verlassen.

Ehepartner und Kinder können mit dem H-4 Visum private und öffentliche Bildungseinrichtungen besuchen.

Ehepartner können mit dem H-4 Visum keine eigene Arbeitserlaubnis (Employment Authorization Document, EAD) erhalten. Eine Arbeitsaufnahme ist also grundsätzlich nicht gestattet, auch nicht für Kinder.

Die Beantragung einer EAD ist in Ausnahmefällen dann möglich, wenn sich der Ehepartner (mit H-1B Status) bereits in einem laufenden Statusanpassungsverfahren auf Einwanderung (GreenCard-Verfahren) befindet.
Bereits seit einem Jahr arbeitet die Trump-Administration an der Abschaffung dieser Ausnahmeregelung. Mit einem abschließenden Urteil ist auch in den kommenden Wochen nicht zu rechnen.

Reformpläne der Trump-Regierung zum H-1B Programm

Die von Präsident Trump bereits am 18. April 2017 erlassene Executive Order mit dem Namen "Buy American and Hire American" zielt vor allem auf eine Reform des H-1B Programms ab.

Im Fokus von Trumps Kritik bzw. Argumentation stehen folgende Aspekte:

  • Das aktuelle Auswahlverfahren für H-1B Erstanträge mittels einer Lotterie, die rein nach dem Zufallsprinzip vorgeht.
  • Das Verhindern von Missbrauch und Betrugsfällen bzw. der Schutz vor Benachteiligung von amerikanischen Arbeitskräften.
  • Die Ausarbeitung einer Reform, bei der sich nur hochgradig qualifizierte oder überdurchschnittlich verdienende ausländische Antragsteller für ein H-1B Visum qualifizieren.

Im Sinne des Mottos "America First" sollen US-Unternehmen dazu angehalten werden, zunächst nach geeigneten Bewerbern auf dem eigenen amerikanischen Arbeitsmarkt zu suchen, statt über das H-1B Programm ausländische Mitarbeiter einzustellen.

Derzeit steht die H-1B Kategorie nur "unter Beobachtung". Ein einheitliches Reformpaket wurde noch nicht auf den Weg gebracht.

Als erste konkrete Reformmaßnahmen wurde allerdings am 22. Februar 2018 in einem Policy Memorandum ("Contracts and Itineraries Requirements for H-1B Petitions Involving Third-Party Worksites") der US-Einwanderungsbehörde USCIS veröffentlicht. In diesem werden strengere Richtlinien bei der Bewertung von H-1B Anträgen für ausländische Mitarbeiter angekündigt, die beispielsweise beim Kunden in den USA tätig werden sollen.

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