B-2 Visum

(Tourist)

Das B-2 Visum ermöglicht dem Antragsteller den Aufenthalt in den USA zu privaten bzw. touristischen Zwecken. Insbesondere kommt das B-2 Visum für Personen infrage, die aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit nicht das Visa Waiver Program (visumfreie Einreise) nutzen können.

Unter touristische Zwecke fallen vor allem Urlaubsaufenthalte, Familienbesuche, medizinische Behandlungen oder aber auch die Teilnahme an gesellschaftlichen Veranstaltungen.

Anders als die visumfreie Einreise im Rahmen des Visa Waiver Program kann sich der Inhaber des B-2 Visums länger als 90 Tage jedoch maximal 180 Tage in den USA pro Einreise aufhalten. Das B-2 Visum beinhaltet allerdings keine Genehmigung zur Arbeitsaufnahme. Ausgeschlossen sind auch der Schul- oder Universitätsbesuch sowie Praktika.

 

Zugangsvoraussetzungen

Der Reisende muss weiterhin einen festen Wohnsitz im Heimatland besitzen und vorhaben, sich lediglich temporär in den USA aufzuhalten. Es müssen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um den gesamten Aufenthalt in den Vereinigten Staaten finanzieren zu können. Darüber hinaus müssen Nachweise über die festen Bindungen ans Heimatland bzw. die Rückkehrintention erbracht werden.

 

Gültigkeitsdauer

In der Regel wird das B-2 Visum auf bis zu zehn Jahre ausgestellt. Allerdings kann das Visum auch auf einen kürzeren Zeitraum begrenzt werden. Dies hängt insbesondere von der Staatsangehörigkeit des Antragstellers ab. Dem Inhaber eines B-2 Visums kann eine maximale Aufenthaltsdauer von 180 Tagen pro Einreise gewährt werden (mehrfach hintereinander oder am Stück). Dies gilt, bis das Visum abgelaufen ist. Danach muss das Visum im Konsulatsverfahren neu beantragt werden.

Längere Aufenthaltszeiten und hohe Einreisefrequenzen im Rahmen des B-2 Visums können zu Schwierigkeiten an der Grenze führen, insbesondere dann, wenn der US-Grenzbeamte die festen Bindungen des Visuminhabers an das Heimatland in Frage stellt.

 

Beantragungsprozess

Antragsteller müssen in der Regel persönlich im Rahmen eines Interviewtermins bei einem der zuständigen US-Konsulate vorstellig werden. Grundsätzlich beinhaltet der Antrag neben dem Standardformular DS-160 und dem Beleg über die Zahlung der Visagebühr die Nachweise zur Rückkehrintention sowie den finanziellen Mitteln für den Aufenthalt in den USA. Die Beantragung erfolgt üblicherweise im US-Konsulat des Landes, in dem der Antragsteller seinen Lebensmittelpunkt hat.