M-1 Visum

(Non-academic & Vocational)

Das M-1 Visum ermöglicht den Besuch einer anerkannten, nicht-akademischen oder berufsbezogenen Bildungseinrichtung in den USA. Dies ist z. B. erforderlich, wenn eine Flugschule in den USA besucht werden soll.

 

Zugangsvoraussetzungen

Die Bildungseinrichtung in den USA muss eine SEVIS-Registrierung besitzen. SEVIS steht für Student and Exchange Visitor Information System und ist eine webbasierte Datenbank der US-Regierung, die es dem Department of Homeland Security und dem U.S. Department of State ermöglicht, die Daten aller M-1 Visuminhaber, die sich in den USA befinden, einzusehen. Die SEVIS-Registrierung der Bildungseinrichtung ist erforderlich, damit das I-20 Formular ausgestellt werden kann, welches bei der Beantragung des M-1 Visums im US-Konsulat vorgezeigt werden muss.
Es ist zu beachten, dass nicht alle Schulen dazu berechtigt sind, das I-20 Formular auszustellen. Es muss sich also bereits im Vorfeld erkundigt werden, ob die anvisierte Bildungseinrichtung auch eine SEVIS-Registrierung vorliegen hat. Nachlesen kann man dies unter: http://studyinthestates.dhs.gov/school-search
Voraussetzungen, die vom Antragsteller erfüllt werden müssen, sind die Absicherung der Finanzierung der Ausbildung und der Lebenshaltungskosten durch Eigenmittel oder durch Stipendien. Des Weiteren muss der Antragsteller einen festen Wohnsitz im Heimatland nachweisen und ggf. weitere Rückkehrintentionsnachweise erbringen.

 

Gültigkeit

Das M-1 Visum wird i. d. R. auf ein Jahr erteilt. Der Aufenthaltsstatus in den USA vor Ort richtet sich nach der im I-20 Formular vermerkten Dauer der Weiter- bzw. Ausbildung. Sollte die Ausbildung länger dauern als vorgesehen, kann eine Verlängerung von bis zu 12 Monaten bei der jeweiligen Bildungseinrichtung beantragt werden. Außerdem ist es möglich, mit dem M-1 Visum bereits 30 Tage vor Beginn der Ausbildung in die USA einzureisen und bis zu maximal 30 Tage nach Abschluss der Ausbildung noch in den Vereinigten Staaten zu bleiben.

 

Beantragungsprozess

Antragsteller müssen in der Regel persönlich im Rahmen eines Interviewtermins bei einem der zuständigen US-Konsulate vorstellig werden. Der Antrag auf ein M-1 Visum kann maximal 120 Tage vor Beginn der Ausbildung gestellt werden.
Dort sollten neben den allgemeinen Antragsdokumenten Unterlagen zur Bildungseinrichtung, einem festen Wohnsitz im Heimatland und sonstige Belege über die Rückkehrintention nach Programmende vorgelegt werden. Darüber hinaus müssen Nachweise zu den finanziellen Mitteln für den Aufenthalt in den USA. Die Beantragung erfolgt üblicherweise im US-Konsulat des Landes, in dem der Antragsteller seinen Lebensmittelpunkt hat.

 

Familienangehörige

Ehepartner und unverheiratete Kinder unter 21 Jahren können für denselben Zeitraum wie der Hauptantragsteller ein abgeleitetes M-2 Visum erhalten. Erreichen die Kinder die amerikanische Volljährigkeitsgrenze, müssen sie ihren Nichteinwanderungsstatus wechseln oder das Land verlassen. Eine Arbeitsaufnahme ist den Familienangehörigen nicht gestattet. Die Beantragung einer allgemeinen Arbeitserlaubnis (Employment Authorization Document, EAD) ist unter dem M-2 Status somit nicht möglich. M-2 Visuminhaber können jedoch eine öffentliche/private Bildungseinrichtung besuchen (Kindergarten bis Highschool).
Soll eine höhere Bildungseinrichtung (z. B. Universität) besucht werden, muss ein eigenständiges F-1 Visum beantragt werden.